Magen & Verdauung

Pferdeverdauung einfach erklärt: vom Maul bis zum Dickdarm

Pferd beim Fressen von Raufutter – Verdauung einfach erklärt

Das Pferd ist ein Pflanzenfresser und Dauerfresser mit vergleichsweise kleinem Magen und großem Gärdarm. Sein Verdauungssystem ist auf viele Stunden Futteraufnahme, faserreiches Raufutter und gleichmäßige Abläufe ausgerichtet.

1. Maul und Speichel

Die Verdauung beginnt beim Kauen. Gründlich zerkleinertes Futter wird mit Speichel vermischt. Anders als beim Menschen wird Pferdespeichel vor allem beim Kauen gebildet. Zahnprobleme, hastiges Fressen oder sehr kurze Fresszeiten können deshalb den weiteren Verdauungsablauf beeinflussen.

2. Der Magen

Der Pferdemagen ist im Verhältnis zur Körpergröße klein und produziert kontinuierlich Magensäure. Lange Fresspausen, große stärkereiche Mahlzeiten, Stress und bestimmte Medikamente zählen zu den Risikofaktoren für Magenschleimhautprobleme. Verdacht auf Magengeschwüre lässt sich nicht über Symptome allein bestätigen; dafür ist eine tierärztliche Untersuchung erforderlich.

3. Der Dünndarm

Im Dünndarm werden vor allem Eiweiß, Fett und leicht verdauliche Kohlenhydrate enzymatisch zerlegt und aufgenommen. Große Stärkemengen können den Dünndarm überfordern und in den Dickdarm gelangen. Deshalb sollten notwendige Kraftfuttermengen auf kleine Portionen verteilt werden.

4. Blind- und Dickdarm

Hier fermentieren Mikroorganismen die Pflanzenfasern. Dabei entstehen flüchtige Fettsäuren, die dem Pferd Energie liefern. Abrupte Futterwechsel können die mikrobielle Gemeinschaft verändern. Neue Heuchargen, Weide, Cobs oder Ergänzungen sollten daher schrittweise eingeführt werden.

Was eine verdauungsfreundliche Ration ausmacht

  • ausreichend hygienisch einwandfreies Raufutter
  • möglichst kurze Fresspausen
  • kleine, bedarfsgerechte Kraftfutterportionen
  • langsames Anweiden und langsame Futterwechsel
  • stets frisches Wasser und passende Salzversorgung
  • regelmäßige Zahnkontrolle, Bewegung und Parasitenmanagement

Warnzeichen nicht aussitzen

Wiederholtes Scharren, Wälzen, zum Bauch sehen, fehlender Kot, deutliche Appetitminderung oder starke Aufgasung können auf eine Kolik hinweisen. In solchen Fällen sofort tierärztlichen Rat einholen.

gastroBALANCE und gastroAKUT einordnen

  • gastroBALANCE kombiniert Bio-Nutzhanf mit natürlichem CBD-Gehalt, Reishi, Hericium und Hyaluron für eine längerfristig geplante Ergänzung.
  • gastroAKUT ergänzt diese Basis unter anderem um Shiitake-Extrakt und Ulmenrinde und ist für besonders anspruchsvolle Fütterungsphasen gedacht.

Beide Produkte sind Ergänzungsfuttermittel. Sie heilen keine Magengeschwüre, Koliken oder Darmerkrankungen.

Mehr zu Weide und Anweiden liest du unter Fruktan beim Pferd.

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